AUFTRAGARTEN
Für das gleichmäßige Auftragen von Lacken und Ölen können folgende Hilfmittel verwenden werden:

Spachtel Die Spachtel wird häufig zum Auftragen von Ölen verwendet. Auch kann Sie bei Grundierungen oder Verfugungen ihren Einsatz finden. Im Regelfall muß eine geölte Fläche zweimal gespachtelt werden. Durch das Spachteln ist der Verbrauch geringer als z. B. mit einer Mohairrolle. Bei pigmentierten Ölen sollte die Mohairrolle oder der Taski verwendet werden.


Taski-Schwamm Der Taski-Schwamm ist hinsichtlich der Kosten im Vergleich zur Mohairrolle günstig und eignet sich zum Auftragen von Ölen und Öl/Wachs Kombinationen. Auch ist die Anwendung für Nichtfachleute einfach und schnell.


Mohairrolle Die Mohairrolle eignet sich wegen der Struktur des Gewebes für ein gleichmäßigen auftragt von Öl und Öl/Wachs Kombinationen. Zu Beginn der Arbeit sollte die Rolle komplett gesättigt werden um einen gleichmäßigen Öl-Auftrag zu gewährleisten.


Lackrollen Die Lackrollen unterscheiden sich im Anwendungsbereich. Bei lösemittelhalten Lacken sollte eine 250/12 Rolle verwendet werden. Bei wasserbasierenden Systemen die 250/15 Rolle. Ist die Breit in MM und die 12 bzw. 15 die „Florlänge“.



Allgemeine Hinweise zu Versiegelungsrollen:

Die Versiegelungsrolle dosiert die Menge des zu verarbeitenden Produktes.
Eine Rolle mit geringer Florhöhe dosiert geringere Mengen, höherer Flor bedeutet eine größere Menge.
Nach dem die Unterschiede in der Auftragsmenge untersucht und dokumentiert sind gibt es unterschiedliche Rollen für unterschiedliche Auftragsmengen.
  • Die Versiegelungsrolle 250/15 bringt ca. 130-150 g/m² auf
  • Die Versiegelungsrolle 250/12 bringt ca. 100-120 g/m² auf
Es ist nicht sinnvoll die Menge durch Andrücken oder Abheben der Rolle zusätzlich zu beeinflussen, da es hier zwangsläufig zu einem ungleichmäßigen Auftrag kommt.

Durch Andrücken wird ganz sicher Material an den Seiten der Rolle herausgedrückt es kann zu Rollenfahrern kommen. Außerdem schiebe ich beim Andrücken der Rolle Material vor mir her, so dass es im Umkehrbereich leicht zu einer Materialanhäufung kommt - so entstehen Verfärbungen durch Überschuss im Überlappungsbereich.

Es ist auch nicht sinnvoll eine kurzflorigen Rolle "anzuheben", um mehr Material liegen zu lassen. Auch hier kommt es ganz zwangsläufig zu einer ungleichmäßigen Verteilung. Ferner sollte der Rollenbügel immer in Verarbeitungsrichtung gehalten werden.

Der Bügel bringt durch sein Eigengewicht Druck auf die "Bügelseite" der Rolle, was dazu führt, das es zu leichten "Ausquetschungen" kommt. Diese werden im weiteren Verlauf der Arbeiten immer wieder durch das nochmalige Überarbeiten egalisiert. Arbeitet man im umgekehrter Richtung bleiben die Ausquetschungen stehen und es entstehen viel leichter Rollenfahrer.